Auf dem Lehrplan für VGH-Azubis des 2. Jahrgangs steht auch eine „Firmenkundenwoche“.
Nachdem wir den Außendienst im 1. Lehrjahr erfolgreich gemeistert hatten, begann das 2. Lehrjahr mit diesem Spezialgebiet. Im Laufe von fünf Tage erhielten wir Einblicke in verschiedene Bereiche der hierfür zuständigen Fachabteilungen.

Was erwartete uns diese Woche?

„Firmenkunde“. Diesen Begriff hatte so gut wie jeder von uns schon mal gehört. Ob beim Vertreter, im Kontakt mit Kunden oder zwischen Tür und Angel. Jedoch richtig definieren, geschweige denn erläutern, was hinter dem Begriff steckt, mochte vorab noch keiner so wirklich zu sagen.

Der Montag begann mit einer Begrüßung durch Michael Huber, der für Sachversicherungen bei Firmenkunden verantwortlich ist und uns die einzelnen Bereiche vorstellte. Dann übernahm Tanja Ehrenberg, die den Bereich der Gewerbekunden leitet, und erläuterte, was in dieser Woche auf uns zukommen würde.

Die erste „Scheu“ legten wir alle relativ schnell ab und setzten uns mit Spezialgebieten auseinander, die sich hinter Begriffen wie „SFG, IH, SFS oder SVT“ verbergen. Als ich das vorher alles auf der Agenda gelesen hatte, musste ich erstmal schlucken, da wir regelrecht überflutet wurden mit neuen Begriffen und Erklärungen.
Der erste Gedanke im Kopf war anfangs: „Firmenkunden? Oh Gott. Das ist sicherlich alles viel schwerer und komplexer als die Dinge, mit denen ich bisher in Berührung gekommen bin.“

Das Blatt wendete sich!

Schnell lernten wir, was in den verschiedenen Fachabteilungen gemacht wird und wie die Tätigkeiten aussehen. Über die Vielfalt und auch Abwechslung in den Abteilungen waren wir überrascht, da wir dies so vorher nicht erwartet hatten und uns ganz neue Eindrücke ermöglichte.
Das Interesse von dem ein oder anderen war zwar durchaus unterschiedlich, jedoch hatten alle ihre „Highlights“, die sie besonders interessant fanden. So war es auch bei mir. Für mich waren die Bereiche Gewerbe, Industrie, Kommunen und vor allem die „Technischen Versicherungen“ von besonderem Interesse.

Schadenverhütung: Was passiert, wenn es in der VGH brennt?

Am Mittwoch gab es nachmittags ein paar Infos zur Schadenverhütung. Zuerst folgte etwas Theorie, in der wir die Durchführung der Risikobewertung kennenlernten. Durchaus spannend mal zu sehen, worauf geachtet wird, wenn beispielsweise eine Firma auf Versicherungsrisiken hin bewertet wird.

Brandmeldeanlage der VGH Direktion Hannover

Danach kam die Praxis und wir machten einen Rundgang durch die VGH. Über die Treppe gingen wir aus dem 5. in den 1. Stock. Dabei wurden uns die Feuermelder, Sprinkleranlagen und auch Feuerlöscher gezeigt, die auf den verschiedenen Etagen aufgestellt sind. Als wir am Empfang im Erdgeschoss ankamen, bekamen wir noch einen Einblick in das Meldesystem der Feuerwehr. Quasi einen großen Lageplan von den Gebäuden der VGH, mit vielen blinkenden Lichtern und Tasten. Für eine fremde Person eher schwierig da durchzublicken. Aber solange es am Ende die Feuerwehr in einem Notfall kann, ist ja alles gut.

VGH-Firmenkunden in der Innenstadt

Der Donnerstag war quasi der Höhepunkt dieser Woche, da wir die trockene Theorie hinter uns lassen durften und anhand von versicherten Gebäuden mal selber sehen konnten, wie und was wirklich so bei der VGH versichert ist.
Von der Direktion aus machten wir uns auf den Weg in Richtung Aegi. Das Wetter spielte uns leider nicht in die Karten, da wir uns alle mit einem Regenschirm bewaffnen mussten. Jedoch ließen wir uns unsere gute Laune dadurch nicht vermiesen.Das Rathaus am Maschteich in Hannover.
Kaum aus der VGH raus, standen wir schon vor dem ersten, riesigen Kunden von uns – der NORD/LB. Unsere Betreuuer, Herr Kubis und Frau Fritzowsky, die den Rundgang leiteten, testeten gleich unser Können und ließen uns die Versicherungssummen der Gebäude schätzen. Doch wie man sich denken kann, versagten wir kläglich. Eine Einschätzung und Berechnung der Versicherungssumme war dann doch nicht so leicht, wie anfangs gedacht. Wir schätzen die Gebäude anfangs viel zu niedrig oder viel zu hoch ein. Doch wie sagt man so schön? Übung macht den Meister! Gesagt, getan. Zum Ende des Rundgangs hatten wir schon ein paar Zahlen auf dem Schirm und konnten daher ungefähr vermuten, mit welcher Summe die Gebäude versichert sind.

Das Beste kommt zum Schluss!

Am Donnerstagnachmittag stand eine Besichtigung der Oper auf dem Plan. Wie sich unschwer vermuten lässt, sind die meisten von uns keine Stammgäste und hatten sie bis dato auch nur von außen gesehen. Und soll ich ehrlich sein? Ich gehörte zu den wenigen, die mal in einer Oper waren. An vieles konnte ich mich nicht mehr erinnern, da ich im Laufe der Zeit schon alles verdrängt hatte, jedoch gab es damals in der Schulzeit leider immer (Pflicht-)Klassenausflüge – und nun ja, irgendwann gab es mal einen Besuch einer Aufführung.
In meinem Alter gibt es durchaus attraktivere Plätze, an denen man die Freizeit verbringen kann. Jedoch waren wir optimistisch gestimmt, da wir keine Aufführung besuchten, sondern uns das Innenleben des Gebäudes anschauten. Wir blickten also mal hinter die Kulissen.

Von außen hätte man nie gedacht, dass sich so ein „relativ“ kleines Gebäude als so groß entpuppt. Wir bekamen Einblicke in die Tiefen der Kellerebenen sowie in die Dachgeschosse, die man von außen nur schwer bis gar nicht sehen konnte. Umso erstaunter waren wir alle, wie komplex so eine Oper ist und was sich alles dahinter verbirgt. Highlights für alle Mädels waren wahrscheinlich der Besuch der Maske, des Ankleideraumes, in dem hunderte von Kostümen hingen oder auch der Schuhmacher, wo dutzende Paar Schuhe standen. Von High-Heels über Sandalen bis hin zu Turnschuhen findet sich hier alles, was das Frauenherz höher schlagen lässt.

Neben der Ausstattung der Oper, stand der Brandschutz und die Schadenverhütung ständig im Vordergrund, da dies der eigentliche Grund für den Besuch war.

Nachdem sich der Freitag dem Ende neigte, waren wir dankbar, dass es diese Firmenkundenwoche gibt, da wir die ganzen Einblicke und Infos sonst wahrscheinlich nicht bekommen hätten. So konnten wir u.a. die Abteilungen besser einschätzen und vielleicht wurde das Interesse für die zukünftige Arbeit in diesem Bereich geweckt.

Euer Philipp 🙂

Mein Name ist Philipp und ich bin 21 Jahre alt. Momentan befinde ich mich im 3. Lehrjahr der Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen. Meine Sparte ist die Lebensversicherung.

von

  1. Ich gebe zu, ich war zunächst skeptisch, als Philipp mir von diesem Blog erzählt hat, nachdem ich den
    Beitrag gelesen habe, habe ich meine Meinung gerne geändert. Hat mir sehr gut gefallen!!

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