Sie müssen informationstechnisches Fachchinesisch ebenso beherrschen wie Versicherungsdeutsch: Angela Horn und Dr. Nils Hendrik Birnbaum, beide 35 Jahre alt, arbeiten seit Kurzem bei der ivv, dem IT-Dienstleister der Unternehmen im VGH-Verbund. Heute berichten die beiden Neulinge über ihren Jobeinstieg und die ersten 100 Tage als Mittler zwischen Mensch und Maschine.

Jobeinstieg bei ivv und VGHWas machen Sie genau in der IT der VGH?

Horn Als Mitarbeiterin in der Dokumentenentwicklung befasse ich mich zum Beispiel mit der digitalen Archivierung. Heute will ja kein Unternehmen mehr Berge von Akten im Keller herumstehen haben…

Dr. Birnbaum Ich bin die Schnittstelle, eine Art Übersetzer, zwischen den Fachbereichen und den Programmierern: Die einen kommen mit einer Aufgabenstellung auf mich zu, die anderen sollen daraus eine Anwendung entwickeln. Ich muss also die Wünsche der Mitarbeiter mit den Möglichkeiten der Technik verbinden. Dieses Berufsbild wird Anforderungsanalyst genannt.

Und wo kommen Sie beide beruflich her?

Horn Vom angefangenen Mathestudium über die Ausbildung zur Fachinformatikerin, die ich als Landessiegerin in Niedersachsen abgeschlossen habe, bis hin zum Bachelor Informatik war bei mir alles dabei. Vor meiner jetzigen Tätigkeit habe ich bei einem Versandhändler im Bereich Warenwirtschaftssystem gearbeitet.

Dr. Birnbaum Ich habe Wirtschaftsinformatik studiert und dann in einem Forschungsinstitut für e-learning gearbeitet und dabei in BWL promoviert. Danach war ich als Consultant in der Automobilindustrie tätig. Überrascht hat mich übrigens, dass zwischen Automobilhersteller und Versicherungen auf technischer Ebene gar nicht so viele Unterschiede bestehen.

Was meinen Sie damit, Herr Dr. Birnbaum?

Dr. Birnbaum Kaufverträge für Autos und Versicherungspolicen haben tatsächlich viele Gemeinsamkeiten: Ich kann mir zum Beispiel weder ein Auto mit zwei Lenkrädern kaufen noch eine Rentenversicherung abschließen, die gleichzeitig den angesparten Betrag einmalig und als monatliche Raten auszahlt. Solche „Plausibilitätsprüfungen“ oder „Machbarkeitstests“ fallen also im Grunde genommen in beiden Branchen gleich aus.

Inwieweit hilft Ihnen der Doktortitel in Ihrem Job?

Flipchart

Dr. Birnbaum Ach, die Promotion ist mir nicht so wichtig und war damals ein mehr oder weniger notwendiges Übel, um in der Forschung tätig zu sein. Im Berufsalltag empfinde ich den Titel eher als hinderlich und halte daher etwas hinterm Berge damit: Als Anforderungsanalyst möchte ich meinem Gegenüber auf Augenhöhe begegnen und nicht durch einen vermeintlich respekteinflößenden Titel irgendwelche Barrieren schaffen. Die könnten einer direkten, vertrauensvollen Kommunikation im Wege stehen.

Wie waren Ihre Erfahrungen mit dem Branchenwechsel vom Versandhandel zur Versicherung, Frau Horn?

Mitarbeitergespräch

Horn Die Versicherungsbranche war für mich natürlich schon Neuland. Gerade deshalb war ich besonders dankbar für die intensive Einarbeitungsphase, die ich durchlaufen konnte. Dabei habe ich eine super Betreuung gehabt, durch die ich fachlich immer sicherer wurde. So konnte ich schon nach wenigen Wochen Teilbereiche von Projekten selbstständig übernehmen und fühlte mich schnell als vollwertiges Teammitglied. Toll war auch die Hausführung gleich am Anfang, bei der ich viele Abteilungen und Zuständigkeitsbereiche kennengelernt habe.

Wie geht es Ihnen beiden heute nach dem Jobeinstieg?

Horn Mir gefällt das freundschaftliche Klima sehr gut. Hier hilft jeder jedem und man bekommt durch eine transparente Arbeitsweise sehr viel von den Projekten der Kollegen mit. Zudem bin ich ein Fan der hier praktizierten „agilen Methoden“ geworden. Dabei wird nicht ein großes IT-Projekt in langwieriger Arbeit komplett umgesetzt, bevor man testet, ob es funktioniert. Vielmehr werden immer nur kleine Abschnitte in überschaubaren Zeitabschnitten realisiert und erprobt. Das hat den großen Vorteil, dass man schon nach 2-3 Wochen merkt, ob etwas funktioniert oder nicht — und nicht erst nach Monaten oder gar Jahren.

Dr. Birnbaum Mein Team ist klasse und hat mich super aufgenommen. Wir verstehen uns alle richtig gut. Da ich ziemlich schnell mit der Installation und Einführung eines neuen Projektplanungstools betraut wurde, was zahlreiche, sehr zeitaufwändige Anpassungen nach sich zieht, kann ich wirklich sagen, dass ich mich in den letzten drei Monaten keine Minute gelangweilt habe.

Mitarbeiter gehen in den Feierabend.
Angela Horn und Nils Hendrik Birnbaum auf dem Weg in den Feierabend.

Ihr Fazit nach 100 Tagen in der ivv? 

Horn Ich bin sehr zufrieden und würde mich jederzeit wieder
genauso entscheiden. Mir gefällt die Mischung aus IT und Kontakt zu Menschen. Wer ein guter Teamplayer ist und gerne schnell Verantwortung übernimmt, wird sich hier sicher wohlfühlen.

Dr. Birnbaum Geht mir genauso. Ich finde es außerdem spannend, jeden Tag aufs Neue interessante Details aus dem Versicherungsalltag zu erfahren und diese dann auf technischer Ebene zu berücksichtigen. Dass ich zudem viel mit Menschen zu tun habe, macht meinen Berufsalltag besonders lebendig.

 

 

Ich bin Tolga Özbek-Hanke. Als Social Media Manager arbeite ich in der Unternehmenskommunikation der VGH und betreue die Unternehmensprofile auf Facebook, Youtube, XING und Co.

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