Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein viel diskutiertes Thema. Viele sind der Meinung, dass es in Deutschland zurzeit einfach nicht gut möglich ist, beide Punkte vernünftig überein zu bringen. Aber ist das überall so?

Ein Tag mit Kindern

Karriere und Familie - der Mensch im Mittelpunkt

Fangen wir vielleicht damit an, wie ein typischer Tag mit Kindern aussehen kann, zumindest meiner persönlichen Erfahrung nach. Zuerst wird der Wecker tätig, ob dabei der organische Wecker in Form eines Kindes oder mein Nachttisch-Wecker zuerst dran ist, hängt von der Tagesform ab – beide melden sich früh genug. Nun gibt es zwei Varianten: Ich kann entweder früh zur Arbeit gehen, oder ich bringe zumindest ein Kind selbst in die Betreuung – Gleitzeit macht es möglich. Wenn ich mich früh auf den Weg mache und gegen sieben Uhr anfange zu arbeiten, dann schaffe ich es des Öftern nachmittags vor vier meine Arbeit für den Tag bereits erledigt zu haben, zumindest solange keine wichtigen Termine anstehen, denn um Besprechungen etc. muss natürlich herum organisiert werden. Sollte also nichts im Weg stehen, habe ich Zeit zum Abholen der Kinder, denn die Betreuungseinrichtung hat bis vier geöffnet.

Sogar falls es mal einen Engpass geben sollte, ist es dank Stundenkonto kein Problem auch mal spät zu kommen und früh zu gehen oder sogar direkt einen Gleitzeittag einzulegen – natürlich immer gesetzt den Fall, dass keine Konflikte zu geplanten Terminen oder Deadlines entstehen. Die Arbeitszeit muss dann natürlich zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt werden, aber alleine die Möglichkeit unter Beachtung des organisatorischen Rahmens sogar von Tag zu Tag bedarfsgerecht handeln und planen zu können, ist natürlich Gold wert.

Wenn ich also früh da war und sich keine Arbeitsspitzen auftuen, geht es ans Kinderabholen: Schnell zur Betreuungseinrichtung und das Kind eingepackt, nachdem noch kurz über die Relevanz von z.B. Mützen oder Schals diskutiert wurde. Ab in die Bahn oder auf die Fahrräder geschwungen, je nach Wetter. Danach geht es dann meist direkt nach Hause –  außer natürlich das Wetter ist gut und wir kommen an einem Spielplatz vorbei. Dann kann es später werden. Wenn man dann aber angekommen ist, wird noch ein wenig gespielt, dann zu Abend gegessen. Kinder fertig machen, Bett. Läuft alles glatt, gehen entweder meine Frau oder ich noch zum Sport. Nach so einem Tag hat man immer das Gefühl, etwas geschafft zu haben.

Welche Angebote macht die VGH?

Ein Kind mit einer selbstgebastelten Löwenmaske.Dass die VGH Gleitzeit und ein Stundenkonto anbietet ist noch nicht das volle Programm. Es besteht z.B. die Möglichkeit, einen Teil des Gehalts in Freizeit umzuwandeln, sodass man auch mit Vollzeit-Anstellung in Ferienzeiten mehr Zeit für die Familie finden kann. Dafür ist natürlich auch immer eine Abstimmung innerhalb der Abteilung nötig, aber man kann sich ja organisieren. Sollte mal ein Engpass entstehen, könnte man die Kinder auch in den für sie organisierten Ferien-Aktionen anmelden, die fünf Wochen im Jahr stattfinden. In jedem Fall wird einem entgegengekommen und es findet sich eine Lösung für die individuelle Situation. „Individuell“ ist übrigens ein gutes Stichwort, denn es wird auch nach Elternpausen eine individuelle Lösung gefunden. Möchte man nach einer kurzen Zeit wieder voll einsteigen? Oder nach einer längeren Zeit und dann erst mit wenigen Stunden, die nach einem Stufenplan gesteigert werden? Beides und noch andere Varianten sind möglich, damit nach einer Pause die Integration ins Arbeitsleben klappt.

Ist das alles?

Ein Kindersteuhl steht für Familien in der Kantine der VGH bereit.

Nein, natürlich nicht. Sonst hätte ich ja diesen Absatz hier nicht so positioniert. Bei der VGH steht der Mensch im Mittelpunkt (der geneigte Leser erkennt den Titel wieder). Die Gleichstellungsbeauftragte organisiert unter anderem Infoveranstaltungen rund um das Thema Kind. Die Personalabteilung berät bei Fragen zu Elterngeld, Kinderpause und dergleichen, sobald der Bedarf klar ist. In der Kantine stehen Kinderstühle, wenn mal Besuch zur Mittagszeit vorbei kommt. Es gibt eine Betreuungseinrichtung und sogar einen kleinen Kinderbetreuungszuschuss. Nett ist auch, dass der Personalrat ein Geschenk mit Glückwünschen zur Geburt nach Hause schickt. Die Liste ist lang, da die Facetten der Familienfreundlichkeit nicht nur auf dem Papier existieren, sondern auch gelebt werden. Nach meinem Empfinden wird man nicht nur als Arbeitskraft, sondern als Person angenommen, aufgenommen und betreut. Und eine Person wird ja auch immer von ihrem Umfeld geformt – vor allem von der eigenen Familie.

Mein Name ist Lukas und ich bin Trainee bei der VGH. Meinen Master habe ich in Mathematik gemacht und mich dabei auf Versicherungs- und Finanzmathematik spezialisiert. Aktuell bin ich in den Bereichen Rechnungslegung, Solvency und Controlling sowie in Sonderprojekten eingesetzt.

von

    1. Danke! Der Spagat zwischen Familie und Karriere ist schon immer herausfordernd, aber mit der richtigen Unterstützung eben trotzdem realisierbar!

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