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Wie beginnt Ihr Arbeitstag? Singen Sie die Hymne Ihrer Firma? Nein? Ihre Firma hat gar keine Hymne? Dann arbeiten Sie sicher nicht bei Toyota. Denn da beginnt der Tag gemeinschaftlich mit dem Singen der Toyota Hymne. Zweite Frage: Würden Sie auch in Ihrer Freizeit ein Shirt mit dem Firmenlogo Ihres Arbeitgebers tragen? Unsinn, sagen Sie, wer macht das schon. Und jetzt denken wir mal an Apple, Coca Cola, BMW, an all die schönen Marken, die wir lieben, bei denen wir stolz sind, dazuzugehören. So ganz abwegig hören sich die ersten Ideen gar nicht mehr an. Warum ist das so? Für dieses Phänomen haben sich fleißige Experten einen Namen ausgedacht: Corporate Identity! Und nicht nur in Japan. Sogar die Bundesregierung hat eine Corporate Identity Initiative gestartet…

Was ist Corporate Identity?

Eigentlich bedeutet Corporate Identity nichts anderes, als der Marke einer Firma ein Gesicht zu geben. Dafür gibt es viele Methoden – und Fachbegriffe: Corporate Communication (einheitliche Kommunikation nach innen und außen), Corporate Design (alles hängt optisch zusammen und ist wiederzuerkennen), Corporate Culture (die berühmte Unternehmenskultur), aber – und nun zum eigentlichen Punkt meines Anliegens – auch die Identifizierung der Mitarbeiter mit dem eigenen Arbeitgeber. Und die entsteht bekanntlich nur durch Zufriedenheit.

Ich arbeite bei der VGH!

Wenn Sie bei der Frage nach Ihrer Arbeit beim nächsten Mal sagen würden: „Ich arbeite für Apple!“ – wie würde wohl die Reaktion ausfallen? Ich denke, größtenteils positiv und teilweise sogar begeistert. Zugegeben, der Satz: „Ich arbeite im Versicherungsbereich!“, würde wahrscheinlich ruhiger aufgenommen werden, eventuell auch mit ein wenig Mitleid.

Interessanterweise habe ich seit dem Start bei der VGH (2007 – lang ist’s her…) etwas anderes festgestellt. Die Menschen sind – und jetzt halten Sie sich fest – wirklich stolz, hier zu arbeiten. Wenn man nach den Gründen fragt, hört man oft, dass es sich nicht wie ein Unternehmen anfühlt, sondern eher den Eindruck einer Familie vermittelt. Nicht umsonst bewerben sich auch viele Kinder von Mitarbeitern für eine Ausbildung oder ein Studium bei uns – und ist das nicht die beste Empfehlung? Als frische Mama kann ich die Motivation dahinter gut nachvollziehen.

Warum eigentlich?

Ja, die Frage bekomme ich oft gestellt – warum arbeite ich bei der VGH? Außerhalb Niedersachsens ist der regionale Marktführer nämlich weniger bekannt und im Ausland erst recht nicht. Warum strebe ich nicht eine internationale Jetsetter-Karriere an – im Consulting oder bei einer globalen Bank, mit Standorten in London, Paris und New York? Ich habe wirklich lange darüber nachgedacht, ich meine ganz ehrlich, cool hört sich das alles schon an. Und ich gebe noch etwas zu: Ich habe es sogar ausprobiert. Und es war auch richtig cool! Banking, London, Dubai, Late Night Work, After Work – aber auch nur die ersten paar Wochen. Was mir plötzlich und unerwartet gefehlt hat? Meine Kollegen, die ich gut und lange kenne, mit denen mich lustige alte Geschichten und tolle Projekte verbinden. Man verbringt doch einen beträchtlichen Anteil Lebenszeit zusammen, da ist es doch sagenhaft, wenn man sich wirklich persönlich kennt, schätzt, zusammen Badminton spielt und die Firma das auch noch gut findet. Die Veranstaltungen, die auf den ersten Blick gar nichts mit dem eigentlichen Arbeitsplatz zu tun haben, wie das Betriebsfest (legendendäre Erfahrungen…), die Netzwerke (Ich mache im Frauennetzwerk mit, die ganzen coolen Mietzen hätte ich sonst gar nicht kennengelernt.), aber auch die Seminare (zur Selbstfindung und Motivation). Bei Stromberg heißt es: „Die Sonne geht auch jeden Tag auf, ohne dass ihr jemand dafür Blumen schenkt!“ Hier weht ein wärmerer Wind :)) – und vor allem das Verständnis dafür, dass – auch wenn ich immer versuche mein Bestes zu geben – ich manchmal scheitern kann. Oder krank werde. Oder ein Kind kriege und danach flexible Arbeitszeiten UND einen spannenden Job möchte! Oder am Ende des Arbeitstages tatsächlich noch Tageslicht sehen möchte :).

Strecke VGH Corporate Identity

Am großen Rad drehen!

Mir hat ein ganz toller Kollege mal gesagt: „Ist es nicht schöner, ein großes Rad in einer überschaubaren Maschine zu sein, als eine kleine Schraube in einem Konglomerat?“ Als großes Rad kann man viel mehr bewegen und ist recht schnell bei großen Veränderungen mit dabei! Natürlich muss jeder selbst entscheiden. Meine Philisophie: Mein Leben muss doch eigentlich NUR MICH glücklich machen! Solange es keinem anderen schadet natürlich. Den einzigen Fehler, den ich machen kann – und das gilt für absolut alles – ist mich nicht für das zu entscheiden, was mir Freude macht. Ich bin zum Beispiel ein Shopaholic. Wäre ich mit einem dicken Sparschwein aber ohne die neue Herbskollektion – wie z.B. mein Vater – glücklicher? Nein. Er anders herum auch nicht. Und so sind wir doch am Ende alle happy und kurbeln das Bruttoinlandsprodukt an. Ich im Einzelhandel und er bei der Bank. Genauso hat es auch viele Vorteile, ein Jetsetter zu sein – aber eben nicht für mich. Nach langer Selbstreflexion kann ich also ehrlich sagen: Ich hab‘ sie lieb, die VGH. Und Apple kauf‘ ich mir dann so, als Handy oder Notebook. Aber nur, wenn es mich glücklich macht!

Die Message!

Was ich nun eigentlich mit diesem Beitrag von Ihnen möchte? Einfach nur ein bisschen Ihrer Zeit und Ihrer Aufmerksamkeit. Einer der Zeichner von Disneys „Cars“ hat gesagt: „Ich habe nicht darüber nachgedacht, wie ich genug Geld zum Leben verdienen kann. Ich habe darüber nachgedacht, wie ich mit dem, was mir Spaß macht, überleben kann.“ Denken Sie doch mal darüber nach, was Sie glücklich macht und wie Sie es mit dem leidigen Thema des „Geld verdienen müssens“ verbinden. Und wenn Sie nicht zufrieden sind, dann schauen Sie doch mal bei uns vorbei 🙂 Vielleicht können wir Ihnen helfen!

 

Mein Name ist Anastasia Suprun und ich bin seit 2007 bei der VGH: Begonnen habe ich als duale Bachelor-Studentin im Versicherungsbereich. Ich habe mich schnell auf Kapitalanlagen und Finanzen spezialisiert und bin heute in der IT-Koordination im Lebensversicherungsbereich tätig. Parallel bilde ich mich zur Projektleiterin weiter.

von

  1. Applaus !!!
    Für all das, was Anastasia hier mit viel Empathie geschildert hat, gibt es außerdem noch einen Fachbegriff „Corporate Responsibility“ ! Dies bedeutet: Unternehmensverantwortung, auch unternehmerische Verantwortung und beschreibt den Grad des Verantwortungsbewusstseins eines Unternehmens, wo immer seine Geschäftstätigkeit Auswirkungen auf die Gesellschaft, die Mitarbeiter, die Umwelt und das wirtschaftliche Umfeld hat. Corporate Responsibility steht im engeren Sinn für eine Unternehmensphilosophie, die Transparenz, ethisches Verhalten und Respekt vor den Stakeholdern in den Mittelpunkt unternehmerischen Handelns stellt.
    Keine Leichte Aufgabe für ein Unternehmen, besonders in diesen schwierigen Zeiten. Aber die VGH nimmt diese Verantwortung sehr ernst! Daher hat es auch mir immer sehr viel Freude bereitet hier tätig zu sein 😉
    Gudrun Witt

    1. Hallo Frau Witt,
      vielen Dank für das Lob und den differenzierten Ausblick ! Die nächste Generation wird sich Mühe geben, dies zu erhalten und weiter voran zu treiben ! Liebe Grüße !

  2. Fein!
    Ich schreibe in erster Linie deshalb einen Kommentar, weil der Blogbeitrag mehr als einen wirklich verdient hat!
    Ich finde es gut, wenn sich jemand hier einbringt und sich ein Stück weit outet. Und dies gilt ganz unabhängig von der Frage, ob ich jedes Statement auch so unterschreiben würde.
    Also: Erstens mal danke an Anastasia S.
    Zweitens: Nochmal danke.
    Drittens: Los liebe VGH’ler – was denkt ihr?

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