Hallo, jemand da? Als das Trainee-Programm für Jannik im Mai 2020 startet, arbeitet der Großteil der VGH-Belegschaft im Home-Office. Keine einfache Situation für einen VGH-Newcomer. Wie der 30-jährige Mathematiker die ersten zwei Monate im Unternehmen erlebt und wie er die VGH in Zeiten von Corona kennengelernt hat, verrät er im Karriere-Blog-Interview.

Jannik, Corona hat deinen Start als Trainee ziemlich beeinflusst. Wie war dein erster Eindruck?

Ich habe mich in der VGH Direktion tatsächlich etwas wie in einer „Geisterstadt“ gefühlt – leere Gänge, abgesperrte Pausenzonen und kaum Kolleginnen und Kollegen auf den Fluren unterwegs. Eine kleine Hausführung habe ich von einem Kollegen trotzdem bekommen, auch persönlich Hilfestellung – so gut es ging jedenfalls zu dieser Zeit. Das Fachliche haben wir größtenteils über digitale Kommunikationswege klären können, und auch technisch hat gleich alles funktioniert.

Berufsstart mitten in der Corona-Zeit: VGH-Trainee Jannik
Berufsstart mitten in der Corona-Zeit: Statt auf Kolleginnen und Kollegen trifft Jannik meist auf leere Flure.

Hat sich während deines Bewerbungsprozesses schon abgezeichnet, dass alles etwas anders läuft?

Meine Bewerbung habe ich Ende Februar eingereicht, da schien noch alles ganz „normal“. Mein erstes Gespräch mit der Personalabteilung und das Zweitgespräch mit Abteilungsleitern fanden persönlich statt. Dann änderte sich die Situation allerdings recht dynamisch und der weitere Kontakt lief nur noch über Telefon und Internet.

Im Gegensatz zu den meisten deiner Kolleginnen und Kollegen bist du nicht im Home-Office, sondern arbeitest vor Ort …

Für meine Einarbeitung war der persönliche Kontakt nicht komplett zu ersetzen, daher bin ich von Anfang an jeden Tag in die VGH gekommen. Das haben wir dann so beibehalten. Ich mag es persönlich auch lieber, wenn es eine klare räumliche Trennung zwischen Arbeits- und Privatleben gibt. Im Home-Office vermischt sich ja beides schon mal eher.

Was sind deine Aufgaben als Mathematiker bei einer Versicherung?

Ich arbeite in der Abteilung Controlling Komposit (CK) und habe viel mit Berichtswesen zu tun. Dabei werte ich Excel-Tabellen nach verschiedenen Fragestellungen aus und versende die Ergebnisse an die zuständigen Ansprechpartner.

Nach Mathematik-Studium bei der VGH: Trainee Jannik
Jannik steht nicht nur auf Gehirnjogging, sondern zieht in der Freizeit auch regelmäßig die Laufschuhe an.

Du kommst frisch von der Uni. Wie ist dein bisheriger Werdegang?

Nach dem Abitur stand für meinen Jahrgang noch Zivildienst an. Den habe ich in der Pflege und Reha absolviert. Dann wusste ich tatsächlich nicht, was ich studieren sollte. Meine Mutter ist Innenarchitektin, und ich habe es erst einmal in diesem Bereich versucht. Das Studium habe ich aber relativ zeitig abgebrochen und dann eine Weile Physik studiert. Später habe ich mit Deutsch und Englisch angefangen. Nach einiger Zeit habe ich dann Englisch gegen Mathe getauscht und mich in meinem Masterstudiengang letztlich ganz auf Mathematik konzentriert.

Das klingt ziemlich vielseitig …

Dem Klischee des „Mathe-Nerds“ entspreche ich eher weniger. Mich interessieren neben Mathematik auch Sprachen, Laufen oder Philosophie. Ich lerne einfach sehr gerne Neues dazu. Fortschritte festzustellen, ist dabei immer mein Antrieb. Momentan lerne ich in meiner Freizeit zum Beispiel Russisch – die Grammatik ist eine echte Herausforderung! Japanisch und Altgriechisch habe ich noch auf dem Zettel. Hinter Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Norwegisch konnte ich schon ein Häkchen setzen. Mittlerweile lese ich viele Bücher in der Originalfassung, muss aber natürlich immer mal wieder unbekannte Vokabeln nachschlagen.

Aus welchen Gründen hast du dich für die VGH entschieden?

Mit meinem Master in Mathematik war der Weg nach der Uni tatsächlich in viele Richtungen offen und nicht vorgegeben. Ich wusste, dass Mathematiker bei Versicherungen gesucht werden. Eine Studienkollegin hatte bereits bei der VGH angefangen, die habe ich auch noch mal interviewt, wie es hier so ist. Und nun bin ich da!

Ungewöhnlicher Start ins Berufsleben während der Corona-Zeit: Trainee Jannik in der VGH Cafeteria
Ja, wo sind sie denn alle? Bisher hatte Jannik noch keine Gelegenheit, mit den Kolleginnen und Kollegen einen Kaffee zu trinken. Das wird aber nachgeholt!

Hast du dich mittlerweile eingelebt?

Soweit das in der aktuellen Sondersituation möglich ist, auf jeden Fall: Die Betreuung der Trainees durch die Personalabteilung und durch unsere persönlichen „Trainee Buddies“ hat sich größtenteils ins Digitale verlagert. Auch der Kontakt der Trainees untereinander und sogar das zweitägige Grundseminar „Versicherungsfachwissen“ finden ebenfalls online statt. Das Miteinander hier in der VGH ist trotzdem sehr freundlich und kollegial. Bisher ist alles super entspannt und ruhig, ich kann gut und konzentriert arbeiten. Mal sehen, ob das so bleibt, wenn hier wieder mehr Leben einkehrt. Ich freue mich schon sehr darauf, meine Kolleginnen und Kollegen nach den Corona-Beschränkungen endlich alle persönlich kennenzulernen.

 

Hier gibt es weitere Blog-Artikel zum VGH Trainee-Programm.

Die VGH steht auch in der Corona-Pandemie zu ihrem Wort: Für uns kam es nicht in Frage, Jannik freizustellen, seinen Start bei uns zu verschieben oder gar seinen Arbeitsvertrag aufzuheben. Stattdessen haben wir gemeinsam Lösungen gesucht und gefunden, ihn auch während des Shutdowns gut einarbeiten zu können. Personalabteilung, Kolleginnen und Kollegen, andere Trainees und nicht zuletzt auch die Technik – weil alle an einem Strang gezogen haben, ist uns das gut gelungen.

von Christiane Besa-Schmidt Personalentwicklung

Mein Name ist Dominic und ich bin Social-Media-Manager bei der VGH. Ich betreue unsere verschiedenen Kanäle in den Sozialen Netzwerken wie Instagram, Facebook, Youtube oder Xing und bin für die Planung und Umsetzung von Kampagnen verantwortlich.

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1 Kommentar zu “Berufsstart im Shutdown

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