Über viele Facetten des VGH Trainee-Programms habe ich euch schon berichten können, sei es z.B. das Organisieren von Veranstaltungen, die Teilnahme am Trainee-Workshop oder auch das Mitwirken an der in unserem Haus stattfindenden Controlling-Vorlesung. Es gibt aber eine Sache, die dabei vielleicht noch etwas mehr Aufmerksamkeit erhalten sollte: Meine Haupttätigkeiten als Trainee.

Der letzte Stand zum VGH Trainee-Programm

Seit meinem ersten Beitrag, in dem ich von meinem Trainee-Einstieg berichtete, ist einiges passiert.

Der Artikel endete mit der Aussicht auf die Abteilung Unternehmenscontrolling, kurz UC. Als ich dort ankam, galt es verschiedenste Aufgaben zu bewältigen. Das Hauptaugenmerk lag für mich auf der Hilfe bei der Erstellung des Unternehmensplans. Und das war ziemlich aufwändig: Unzählige Gespräche mit beteiligten Abteilungen inklusive Vor- und Nachbereitung, Zahlenabgleichen, Deadlines, aber auch Dinge wie Formatierung etc. nahmen Zeit in Anspruch – der „Uplan“ bereitete also viel Arbeit. Erschwerend kamen dann noch die engen Taktungen der Besprechungen hinzu.  Die Kolleginnen und Kollegen in UC konnten durch ihre Erfahrung aber dermaßen routiniert arbeiten, dass trotzdem nie der Spaß am Arbeiten verloren ging. Dennoch war nach der „UPlan“-Fertigstellung natürlich eine gewisse Entspannung zu spüren.VGH Unternehmensplan

Darüber hinaus fielen in meinen Aufenthalt im Unternehmenscontrolling diverse Seminare und sogar kurze Hospitationen in den Abteilungen Vertriebs- und Kapitalanlagecontrolling. Und nicht zu vergessen die spannenden Rückversicherungsgespräche, an denen ich teilnehmen durfte. Und wie ging es danach weiter? Kurz gesagt: Mit Solveny II.

Solvency II – Quartalsreporting

Eine kleine Schleife im Trainee-ProgrammZunächst eine kurze Einführung für diejenigen, denen Solvency II vielleicht kein Begriff ist: Solvency II ist die neue Gesetzgebung der EIOPA, welche, vereinfacht gesagt, sicherstellen soll, dass alle Versicherungsunternehmen den Kundenversprechen gerecht werden können – auch wenn bestimmte Risiko-Situationen eintreten sollten. Um das sicherzustellen, müssen Versicherer ein vierteljährliches Reporting erstellen, welches an die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstaufsicht) abzuliefern ist.

Dieses Quartalsreporting, welches bei uns primär in der Rechnungslegung und der Solvency-Abteilung zusammengeführt wird, stand während meiner Hospitation kurz bevor. Das bedeutete, dass ich die Konzepte, die ich teilweise während meines ersten Aufenthaltes entwickeln konnte, jetzt in vertiefter Art und Weise anwenden und koordinieren durfte. Die Daten, die von der Rechnungslegung zur weiteren Verarbeitung an die Solvency-Abteilung übergeben wurden, mussten mit den verschiedensten Methoden aufbereitet und zusammengeführt werden. Sowohl konzeptioneller Feinschliff, als auch die Organisation von Deadlines, Verantwortlichkeiten, Software-Anforderungen usw. waren gefragt.

Alles in allem war das ein sehr spannender Abschnitt und erfreulicherweise mit einem sehr guten Ergebnis: Die Zahlen ergaben, dass wir unsere Kundenversprechen auch in den nächsten Jahren erfüllen können – sogar wenn die Zinsen weiter fallen, ein heftiger Hagelsturm unser Geschäftsgebiet heimsucht und/ oder eine Epidemie ausbrechen sollte.

Projektorientierte Arbeit

Lukas sitzt mit Laptop an einem Kommunikationspunkt.Schon während das erste Quartalsreporting in letzten Zügen lag, war meine nächste Aufgabe am Horizont zu erkennen. Diejenigen von euch, die hier etwas aktiver mitlesen, werden im Beitrag über die verschiedenen Studienarten gelesen haben, dass ich mich nebenher noch in projektorientierter Arbeit weiterbilde. Was wäre also geeigneter, als die Mitarbeit in einem großen Projekt, um die frisch erworbenen Fähigkeiten auch erproben zu können?

Als man mich für das projektorientiere Arbeiten anfragte, willigte ich gespannt ein und bekam zunächst umfassende Informationen darüber, was mich erwarten würde. Mit jeder weiteren Information um die Komplexität und den Facettenreichtum, schloss mich die Abteilung mehr in den Bann. So willigte ich ein und begann mich parallel in die neuen Themen einzuarbeiten und an einigen entsprechenden Terminen, wie die Tarifierung von Produkten teilzunehmen.

Ende des VGH Trainee-Programms

Inwischen ist mein Trainee-Programm leider schon beendet, da es mit dem Richtwert von 18 Monaten konzipiert ist. Die VGH bleibt aber weiterhin mein Arbeitgeber. Eine feste Stelle habe ich in der Abteilung „Grundlagen Komposit“ angenommen. Auf der einen Seite ist es schade, dass die Trainee-Zeit so schnell verging, weil es noch viele Bereiche gibt, in die ich gerne noch (intensivere) Einblicke bekommen hätte, aber auf der anderen Seite bietet der feste Job natürlich eine stabile Basis für meine weitere Karriere und die Möglichkeit, mich mit einzelnen Themen in einer wesentlicheren  Tiefe auseinanderzusetzen. Wie ich meine Stelle nach dem Trainee-Programm bekam, berichte ich euch ein anderes Mal. Seid gespannt! 😉

Mein Name ist Lukas und ich bin als Trainee bei der VGH eingestiegen, inzwischen aber auf einer festen Stelle. Meinen Master habe ich in Mathematik gemacht und mich dabei auf Versicherungs- und Finanzmathematik spezialisiert, bei der VGH habe ich mich in Projektarbeit weitergebildet und arbeite nun auch in einer projektnahen Abteilung.

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