Versicherungsunternehmen wirken von außen betrachtet eher anomym und unnahbar. Ein gute Möglichkeit hinter die Kulissen zu blicken sind Betriebsexkursionen. Genau so eine startete vor Kurzem bei uns für eine Gruppe Studierender. Organisator war die Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften. Die Planung und Umsetzung in der VGH habe ich übernommen.

Verantwortung übernehmen

Frau Dr. Märtens stellt die VGH und ivv in einer Unternehmenspräsentation vor.

Als ich hörte, dass es ein Planungs- und Organisationsprojekt gibt, wollte ich natürlich gleich mitwirken. Und das durfte ich auch. Steht ja auch so schön in der Beschreibung des Trainee-Programms: „Hier bieten wir Ihnen einen verantwortungsvollen Freiraum, um Ihr Können zu entfalten und sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln.“ Ich übernahm also die Planung der Exkursion, inklusive Kommunikation, Ablauf und allem anderen, wie z.B. Verpflegung, Give-Aways etc. Hatte ich mir da am Ende zu viel eingebrockt?

Ich fing an, indem ich einen groben Plan erstellte. Welchen Zeitraum sollte die Exkursion haben, welche Räumlichkeiten bieten sich an, was ist für die Studenten am interessantesten? Dass mein Studentendasein noch nicht besonders lang zurückliegt, konnte ich hier praxisnah nutzen. Aus eigener Erfahrung sind Exkursionen, die nur aufeinanderfolgende Präsentationen Frau Härke weist die Studierenden auf die einzigartige Gestaltung des Hauses D der VGH hin.beinhalten, eher erschlagend. Man will das Unternehmen ja auch echt sehen und erleben. Gleichzeitig will man aber auch Fakten und genügend Input bekommen. Als Mathematiker würde ich sagen, dass es ein Optimierungsproblem zu lösen gilt. Nur mit weichen und individuellen Faktoren – also doch gar nicht so leicht. Wie bin ich also vorgegangen?

Zuerst habe ich die Exkursionen evaluiert, an denen ich selbst als Student teilgenommen habe. Welche Programmpunkte gefielen mir gut, welche nicht – und vor allem: Was hat diese oder jene Exkursion besonders gemacht und ist in Erinnerung geblieben? Nachdem ich so die meiner Meinung nach wichtigsten Punkte herausgearbeitet hatte, habe ich sie mit meiner ersten Planung abgeglichen. Grob überschnitten sich beide Pläne, aber es war natürlich noch Feinarbeit nötig. Bevor ich mich aber in die Detailplanung stürzte, habe ich mich noch einmal beraten lassen, denn Verantwortung übernehmen bedeutet nicht nur, Dinge selbst in die Hand zu nehmen, sondern auch dafür zu sorgen, dass andere auch einen Blick darauf werfen können – nicht um einen zu kontrollieren, sondern um Hilfestellung zu bieten oder auch einfach einen anderen Blickwinkel zu ermöglichen.

Der Plan steht

Das Ergebnis der Planung sah dann so aus: Den Anfang bildet eine Präsentation des Unternehmens, in der die Fakten geklärt werden, sodass alle Beteiligten darüber im Bilde sind, wie die VGH eigentlich funktioniert. Wir heben uns da ja schon von anderen Versicherungsunternehmen ab, als regionaler und öffentlich-rechtlicher Versicherer. Danach geht es ans Erleben – anhand einer Hausführung, die einen die Arbeitsumgebung hautnah erfassen lässt. Nach einer kurzen Stärkung folgt die Präsentation des Trainee-Programms mit Fragerunde an aktuelle Trainees. So können noch offene Fragen auf persönlicher Ebene schnell und unkompliziert geklärt werden. Das musste jetzt allerdings noch alles organisiert werden. Aufgrund der hilfsbereiten Kollegen war dies wesentlich einfacher als befürchtet. Denn nachdem ein passender Zeitpunkt und ein geeigneter Veranstaltungsraum für die Exkursion gefunden waren, ging alles Schlag auf Schlag. Alle Angesprochenen reagierten flexibel und hilfsbereit, so dass die Gesamtorganisation von da an ein Kinderspiel war und die kleineren Probleme, die natürlich immer mal auftreten, durchgehend effizient gelöst werden konnten. Dafür auch hier nochmal ein herzliches Dankeschön, so arbeitet man doch gerne.

Die Betriebsexkursion

Herr Tietermann stellt das Trainee-Programm vor und regt zur Diskussion an.

Obwohl schon vorher alles abgeklärt war, konnte ich nicht alle Anspannung von mir lösen. Was, wenn spontan jemand ausfällt oder die Technik versagt? Dinge, die schiefgehen konnten, gab es genug. Aber zum Glück geschah nichts  dergleichen und alles lief glatt. Die Studierenden waren pünktlich da, ich hatte Snacks und Getränke ausreichend geplant und jeder Programmpunkt wurde gut aufgenommen. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass am Ende alle Beteiligten nicht nur zufrieden, sondern sogar bereichert waren. Ich habe wertvolle Erfahrungen gesammelt und die Studierenden haben einen realistischen Einblick in die Arbeit für ein Versicherungsunternehmen erhalten. So macht Verantwortung übernehmen Spaß.

Mein Name ist Lukas und ich bin als Trainee bei der VGH eingestiegen, inzwischen aber auf einer festen Stelle. Meinen Master habe ich in Mathematik gemacht und mich dabei auf Versicherungs- und Finanzmathematik spezialisiert, bei der VGH habe ich mich in Projektarbeit weitergebildet und arbeite nun auch in einer projektnahen Abteilung.

von

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.