Das Abi in der Tasche – und nun? Welches Studium ist das richtige? Die reine Lehre an einer Universität oder der Mix aus Theorie und Praxis im dualen Studium? Dennis und Lukas sind unterschiedliche Wege gegangen und doch beide bei der VGH gelandet. Wir haben sie zu ihren Erfahrungen befragt:

Ich heiße Dennis und bin 22 Jahre alt. In den letzten drei Jahren habe ich das duale Studium absolviert und will euch heute einen kleinen Einblick in diese Zeit geben.

von Dennis W., Mitarbeiter in der Revisionsabteilung

Mein Name ist Lukas und ich bin Trainee bei der VGH. Meinen Master habe ich an der Leibniz Universität in Hannover in Mathematik gemacht und mich dabei auf Versicherungs- und Finanzmathematik spezialisiert.

von Lukas N., Trainee

Wie habt ihr das passende Studium gefunden?

Dennis: Während der Oberstufe habe ich bereits nebenher gejobbt. Durch mein Interesse für Mathematik und aufgrund meines familiären Umfeldes wollte ich in die Finanzbranche. Nachdem ich jedoch bei einer Bank ein Praktikum absolvierte, entschied ich mich für die Versicherung, da mir das Aufgabengebiet vielfältiger erschien. Als ich vom dualen Studiensystem bei der VGH erfuhr, wusste ich sofort, dass ich das machen möchte. Lukas: Für mich war eigentlich schon immer klar, dass ich studieren wollte. Der Entscheidungsprozess wurde also vor allem von der Wahl des Faches geprägt. Hier habe ich mich gefragt: Was möchte ich eigentlich lernen? Da ich schon immer ein Mensch war, der Dinge verstehen und nicht nur anwenden wollte, war es mir wichtig bis ins Detail zu gehen. Und da kam dann die Mathematik ins Spiel, denn um die kommt man in keinem der Fächer herum, die für mich in Frage kamen. Da war dann auch klar, dass es eine Universität werden würde.

Wie würdet ihr euer Studium charakterisieren?

Lukas: Ich würde sagen, dass mein Studium ein Reifungsprozess war. Zu Beginn hatte ich nichts – außer einer Prüfungsordnung und dem Vorlesungsverzeichnis. Entsprechend musste ich mich selbst organisieren. Die Inhalte bauten stark aufeinander auf, aber das wichtigste war vermutlich das Erlernen einer mathematischen Denkweise. Ohne dieses analytisch-logische Denken wäre ich völlig aufgeschmissen gewesen. Dennis: Das Studium selbst war natürlich sehr praxisorientiert, da auch einige Dozenten noch hauptberuflich in Unternehmen arbeiten. Und die geringe Klassengröße von 40 Leuten ermöglicht eine intensive Betreuung durch die Hochschule und sorgt auch dafür, dass man seine Kommilitonen sehr schnell kennenlernt. Die Doppelbelastung aus Ausbildung und Studium ist zwar anstrengend, lohnt sich wegen der Mischung aus Theorie und Praxis aber.

Was war euch bei der Wahl zwischen dual oder Uni pur wichtig?

Dennis sitzt in seinen verschiedenen Rollen auf dem Sofa.Dennis: Besonders wichtig finde ich die enorme Sicherheit, die einem das duale System gibt. Die VGH zahlt einem die Ausbildungsvergütung und übernimmt die gesamten Studiengebühren. Dadurch konnte ich mich voll und ganz auf die Ausbildung und das Studium konzentrieren, ohne einen Nebenjob annehmen zu müssen oder nach dem Studium ein Bafög zurückzahlen zu müssen. Ein weiteres Plus: Nach nur drei Jahren sind zwei vollwertige Abschlüsse erreicht. Und das ist ja immer noch nicht das Ende der Möglichkeiten. Lukas: Ich hatte sehr viele Freiheiten im Studium was die Fächerauswahl angeht. Bis auf einen kleinen Kern an Pflichtfächern, vor allem in den ersten Semestern, konnte ich viele Entscheidungen selber treffen. Dadurch bin ich dann auch am Ende im Bereich Finanz- und Versicherungsmathematik gelandet, weil sich mein Interesse dort während des Studiums ausgeprägt hat.

 

Das Gesetz der großen Zahlen auf einer Tafel.

Wie war der Sprung ins Berufsleben? Könnt ihr Inhalte eures Studiums anwenden?

Lukas: Das kann ich so direkt gar nicht beantworten. Wenn das analytische Denken als Inhalt meines Studiums zählt, dann definitiv. Ansonsten würde ich sagen, dass viele Fächer meines Studiums in meiner Praxis eher keine Anwendung finden, die angewandten Aktuars-Fächer mal ausgenommen. Dennis: Der Sprung ins Berufsleben begann ja schon mit dem ersten Ausbildungsteil und lief somit eigentlich fließend. Den Unterschied sah ich schon vor Beginn, da natürlich viele Dinge im Vorfeld erledigt werden müssen, wie die eigene Krankenversicherung etc. Da die Inhalte des Studiums sehr auf den späteren praktischen Einsatz abzielen, gibt es natürlich einige Überschneidungen. Am meisten nehme ich von meinem Wahlfach „Revision“ mit, das mich auch für meine aktuelle Position begeistert hat.

Und wie sieht die Zukunft aus?

Dennis: Nach der Abgabe meiner Bachelor Thesis im letzten September habe ich mich auf den Einstieg im Arbeitsalltag konzentriert. Ab 2017 beginne ich einen berufsbegleitenden Master, bei dem mich die VGH sowohl finanziell als auch durch flexible Arbeitszeiten unterstützt.
Einige der Bücher aus Studium und Fortbildung.
Lukas: Aktuell bilde ich mich im Rahmen von projektorientierter Arbeit fort und plane dieses Wissen im Anschluss auch in der Praxis einzusetzen. Ich erwarte von der Zukunft einiges, z.B. eine feste Stelle nach dem Trainee-Programm. Andererseits möchte ich mich aber da auch gar nicht zu sehr festlegen, sondern lieber flexibel bleiben. Denn daran, dass ich eine passende Stelle finde, glaube ich fest. Nur welche es am Ende sein wird, das wird sich noch zeigen.

Welchen Tipp habt ihr für angehende Studenten?

Dennis: Wer schon genau weiß, wo er beruflich landen möchte, ist im dualen Studium gut aufgehoben, da man sich zielgerichtet auf den späteren Einsatz vorbereiten kann. Außerdem helfen der feste Ausbildungsplan und die Unterstützung der Firma dabei, nicht von den vielen Anforderungen überrumpelt zu werden. Am Ende hängt es immer von den eigenen Präferenzen ab, welches Studiensystem geeigneter ist. Lukas: Ein Studium an einer Universität, welches wesentlich freier ist, bietet im Gegenzug mehr Möglichkeiten der Gestaltung, dafür aber kein festes Ziel. Im Endeffekt muss man sich also darüber im Klaren sein, was am ehesten den eigenen Wünschen entspricht – in unseren Fällen also unabhängig von den verschiedenen Wegen die VGH.

Ich bin Tolga Özbek-Hanke. Als Social Media Manager arbeite ich in der Unternehmenskommunikation der VGH und betreue die Unternehmensprofile auf Facebook, Youtube, XING und Co.

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